Die Gemeinde Lippetal lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem „Markttag“ rund um das Industriegebiet Westfalen ein.
Wer und was verbirgt sich eigentlich hinter dem Industriegebiet Westfalen? Wie ist der aktuelle Stand der Planungen? Was bedeutet die geplante Ansiedlung eines Rechenzentrum-Campus für die Lippetaler/-innen und welche Chancen bieten sich, sowohl lokal als auch für die Region? Welche nächsten Schritte sind geplant? Wie kann ich meine Anregungen einbringen?
Am 04. Juli 2026 können sich alle Interessierten von 11 bis 14 Uhr im Bürgerhaus Herzfeld aus erster Hand informieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; ein Besuch ist jederzeit innerhalb dieses Zeitraums möglich.
Ziel des Markttages ist es, den Sachstand über die mögliche Ansiedlung eines Rechenzentrums im interkommunalen Industriegebiet Westfalen einzuordnen. Dafür stehen eigens Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde, des Investors Blackstone, des Betreibers QTS sowie weitere Berater und das verantwortliche Planungsbüro für den persönlichen Dialog zur Verfügung. Auch wenn längst nicht alle Fragen am Veranstaltungstag abschließend beantwortet werden können – einzelne Themen werden im Rahmen der laufenden Bauleitplanung geprüft - geht es um Transparenz bereits zum jetzigen Verfahrensstand.
Seit das Vorhaben im Januar diesen Jahres angekündigt wurde, läuft der Planungsprozess auf Hochtouren. Ziel und Zweck der Planverfahren ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Entwicklung des interkommunalen „Industriegebiet Westfalen“ zu schaffen. Die Gemeinde Lippetal beabsichtigt, in Kooperation mit der benachbarten Stadt Hamm gewerblich genutzte Flächen zu entwickeln, um der weiter hohen Nachfrage nach Gewerbeflächen in beiden Kommunen Rechnung zu tragen. Dazu wurde von beiden Kommunen die Industriegebiet Westfalen GmbH gegründet, um gemeinsam die Gebietsentwicklung und Vermarktung der Flächen durchzuführen. Im Rahmen der laufenden Bauleitplanung wird die mögliche Ansiedlung eines Rechenzentrums geprüft; der Investor beziffert das mögliche Investitionsvolumen auf bis zu 4 Milliarden Euro.
Aktuell findet die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit zur 54. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Lippetal als auch zum Bebauungsplan Nr. 19 „Rechenzentrum im Industriegebiet Westfalen", Ortsteil Lippborg, statt. Bürgerinnen und Bürger haben vom 17.06. – 17.07.2026 die Möglichkeit Stellungnahmen hierzu abzugeben. Der „Markttag“ ergänzt dieses formelle Beteiligungsverfahren, ersetzt es jedoch nicht: Formelle Stellungnahmen sind weiterhin über die offiziellen Wege einzureichen. Weitere Informationen hierzu sind auf der Homepage der Gemeinde Lippetal (www.lippetal.de) einzusehen.
„Wir möchten uns mit diesem neuen Format an die Lippetaler Bürgerinnen und Bürger, aber auch an alle weiteren Interessierten wenden“, erläutert Bürgermeister Tobias Nillies. „Es ist uns wichtig, transparent mit diesem großen Projekt umzugehen, Fragen zu beantworten, Sorgen aufzunehmen und einfach ins Gespräch zu kommen.“
Folgende Ansprechpartner/-innen werden am „Markttag“ zur Verfügung stehen:
- Gemeinde Lippetal: Bürgermeister, Bauamtsleitung und Planungsteam
- Investor und Betreiber (Blackstone/QTS) sowie Berater
- Industriegebiet Westfalen GmbH (Geschäftsführung) und die beteiligten Fachbüros für Stadtplanung, Landschaft und Ökologie, Verkehr und Infrastruktur, Entwässerung sowie rechtliche Begleitung
Pressekontakt:
Gemeinde Lippetal
Stephanie Grabenschröer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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