Geschichte

Lippetal entstand sozusagen am Reißbrett, über alte Kreis-, Gemeinde-, ja sogar Regierungsbezirksgrenzen hinweg, als 1969 die kommunale Neugliederung im alten Kreis Soest erfolgte. Die Gemeinde liegt an der Nahtstelle zwischen Soester Börde und Münsterland im nördlichsten Zipfel des Kreises Soest. 11 ehemals selbständige Dörfer wurden auf einer Fläche von 126,5 qkm mit heute knapp 12.000 Einwohnern zu einer Gemeinde zusammengefasst.

Die Lippe fließt von Ost nach West 25 Kilometer durch das Gemeindegebiet. Nördlich liegt die Münsterländische Parklandschaft mit den beiden größten Ortsteilen Herzfeld und Lippborg. Der südliche Bereich mit den Ortsteilen Brockhausen,Heintrop-Büninghausen, Hovestadt, Hultrop, Krewinkel-Wiltrop, Niederbauer, Nordwald, Oestinghausen und Schoneberg schlägt die Brücke zur Soester Börde.

 
Die Gemeinde Lippetal bietet heute das Bild einer lebendigen Gemeinschaft. In den Dörfern ist der Gemeinschaftssinn noch stark ausgeprägt. Alle früher selbständigen Dörfer können auf eine lange Geschichte zurückblicken. Hier seien nur einige wesentliche Fakten genannt.
 

Hovestadt wird weitgehend von Schloss Hovestadt bestimmt. Dies ist heute auch noch an der Silhouette Hovestadts zu sehen, die durch das Denkmal Schloss Hovestadt mit seinem Barockgarten und das Rathaus geprägt ist. Das Dorf wird 1231 erstmals urkundlich erwähnt.

1186 wird Oestinghausen, das vermutlich als sächsische Siedlung wesentlich älter ist, in den Annalen erwähnt. Ein Ort, der sich durch eigene Gerichtsbarkeit besondere Aufmerksamkeit in der Geschichte verschafft hat. Das Ortsbild bestimmt die alte Stephanuskirche mit dem idyllischen Kirchplatz.

Schon seit 786 kennt man Herzfeld. Dieser älteste Wallfahrtsort Westfalens wird in seiner Geschichte wesentlich durch die hl. Ida geprägt, die hier um 800 eine der ersten Steinkirchen östlich des Rheins errichtete. Der Nachfolgebau dieser Kirche überragt noch heute Lippetal. In ihm werden die Reliquien dieser Heiligen, die eine Verwandte Karls des Großen war, aufbewahrt.

 

Lippborg wird 1189 erstmals urkundlich genannt, dürfte wahrscheinlich aber auch älter sein. Für die Geschichte Lippborgs ist Haus Assen prägend. Dieses Wasserschloss in den Wäldern um Lippborg ist ein weiteres herausragendes Denkmal für die lange Geschichte der Dörfer der Gemeinde Lippetal. Aber nicht nur die Geschichte bestimmt das Leben in der Gemeinde Lippetal. Auch die Gegenwart bietet reizvolle Aspekte.


Link zum Internet-Portal zur Regional- und Landesgeschichte Westfalens:
"Westfälische Geschichte"

 

Heimatchronik "Lippetal damals" 1933-1948

Die Gemeinde Lippetal kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Diese soll allen Bürgerinnen und Bürgern und allen Geschichtsinteressierten außerhalb der Gemeinde mit diesem Buch zugänglich sein.

Ein Synonym "LIPPETAL - DAMALS", ein gewählter Begriff für elf selbständige Gemeinden, DAMALS während der Zeit 1933-1948, in vier Verwaltungsbezirken, die ab 1969 mit Gesetzeskraft der kommunalen NRW-Neuordnung als Gemeinde Lippetal zusammenwachsen müssen. Das schwergewichtige Buch (ca. 500 Seiten) enthält eine umfassende Darstellung der Geschichte der Gemeinde Lippetal in der Zeit von 1933 bis 1948, eine Vielzahl von Schwarzweißabbildungen sowie ein abwechselungsreiches und dabei sehr übersichtliches Layout. Erhältlich ist die Chronik im Bürgerbüro der Gemeinde Lippetal sowie online über das Kontaktformular.

Autor: Gerd Oeding (Außerdem haben mitgewirkt: Felix Bierhaus, Heinz Erlenkötter, Heribert Rawe, Wolfgang Stein, Konrad Stengel.)

Preis: 25,00 Euro

 

Die Dörfer und ihre Infrastruktur (Stand: 31.12.2016)

Wallfahrtsort Herzfeld, 3.289 Einwohner
Kath. St.-Ida Wallfahrtsbasilika mit Grabstätte u. Reliquienschrein der hl. Ida sowie Kunstwerken (10.-15. Jhd.), ev. Kirche, St.-Antonius-Kapelle, St.-Anna-Kapelle, St.-Agatha-Kapelle, St.-Anna- u.-Joachim-Kapelle, Wanderwege, Reithallen und Reitplätze, Lippekampfbahn mit Leichtathletik-Anlage (Typ C) und Kunstrasenplatz, Fußballplatz, Doppelsporthalle, Tennisplätze, Bürgerhaus, Schulzentrum mit Grundschule und Lippetalschule (weiterführende Gesamtschule),  2 Kindergärten, Gewerbegebiete, Feuerwehr, Sparkasse, Volksbank

Lippborg, 2.977 Einwohner
Kath., neugotische Kirche Ss. Cornelius u. Cyprianus mit Kunstwerken (13. Jhd.), Ludgerusbrunnen-Kapelle, Böckenberg-Kapelle, ev. Kirche, Wasserschloss Haus Assen, Germangräber und Germanenlager, Campingplatz, Reitplatz, Tennisplätze, Fußballplätze, 18-Loch-Golfplatz, Minigolfplatz, Lehrschwimmbecken, Schießstand, 2 Kindergärten, Grundschule, Gewerbegebiet, Feuerwehr, Sparkasse, Volksbank

Oestinghausen, 1.923 Einwohner
Kath. Kirche St. Stephanus (romanisch/gotische einschiffige Kreuzkirche 11./18.Jhd.), private Reithalle und Reitplatz, Tennisplätze, Fußballplätze inkl. Kunstrasenplatz, Schießstand, Gemeinschaftshalle, Grundschule, Kindergarten, Gewerbegebiet, Feuerwehr, Sparkasse

Hovestadt, 1.250 Einwohner
Kath. Kirche St. Albertus Magnus, Wasserschloss mit restaurierten Barockgarten der Grafenfamilie von Plettenberg, Rathaus mit Bürgerbüro und Bürgersaal, Albertussaal, Fußballplätze, Tennisplätze, Schießstand, Kindergarten, St.-Ida Stift (Seniorenstift), Musik- und Kunstschule, Feuerwehr, Sparkasse

Schoneberg, 545 Einwohner
Kath. Kirche St. Johannes Baptist, Wanderwege in der Schoneberger Heide, Bürgerhaus, Feldgarten

Hultrop, 473 Einwohner
Kath. Kirche St. Barbara, Kindergarten, Fußballplätze, Vereinsheim, Naturschutzgebiet Ahsewesen mit Aussichtsturm, Kornbrennerei

Nordwald, 458 Einwohner
Dorf an der Börde mit alter St.-Anna-Krähenkapelle, Modellflugplatz, Getränkehandel mit eigener Ruggen-Herstellung

Heintrop-Büninghausen, 365 Einwohner
Bauerndorf zur Grenze nach Welver/Hamm, restaurierte Windmühle

Brockhausen, 365 Einwohner
Bördedorf in unmittelbarer Nähe zu Bad Sassendorf, Kindergarten, Feuerwehr, Bolzplatz

Niederbauer, 299 Einwohner
Dorf im Herzen von Lippetal, Bolzplatz, private Reithalle mit Reitplatz

Krewinkel-Wiltrop, 125 Einwohner
Altes Bördebauerndorf in der Börde, Bolzplatz, Radweg Auenland an den Ahsewiesen